Das Konzept entwickelt die drei Burghöfe und die historischen Innenräume zu einem zusammenhängenden, zeitgemäßen Erlebnis- und Aufenthaltsraum.

Historische Strukturen werden respektiert, neu interpretiert und durch eine klare, zurückhaltende Gestaltung ergänzt.

Erster Burghof
Der bestehende Raster bildet die Grundlage für eine repräsentative Platzgestaltung. Das Monogramm Kaiser Friedrichs III. wird als prägendes Gestaltungselement in den Belag integriert. Baumallee, Sitzgelegenheiten und eine schwebende Betonscheibe schaffen einen ruhigen Aufenthaltsbereich und rahmen den Blick auf die historischen Burgteile. Der Platz bleibt für Veranstaltungen flexibel nutzbar. Ein einheitlicher Belag verbindet den Burghof mit dem Domvorplatz und schafft einen neuen, verkehrsberuhigten „Shared Space“.

Zweiter Burghof
Eine begrünte „Theateroase“ mit Sitzstufen, Bühne und Wasserfläche bildet das Zentrum des zweiten Hofes. Die unterirdische Fahrradabstellanlage wird selbstverständlich in die Landschaft integriert. Naturnahe Wege, heimische Bepflanzung und unterschiedliche Grünbereiche schaffen einen ruhigen Gegenpol zum städtischen Umfeld.

Dritter Burghof
Der dritte Hof wird als urbaner, multifunktionaler Platz neu geordnet. Eine Baumreihe spendet Schatten, während versickerungsfähige Kiesflächen und ein klarer Gestaltungsraster eine flexible Nutzung für Aufenthalt, Veranstaltungen und temporäres Parken ermöglichen.

Historische Innenräume
Renaissancehalle, Burgkapelle, Dreisäulenhalle und Einsäulenhalle werden mit wenigen, bewusst gesetzten Ausstellungselementen bespielt. Freistehende Vitrinen, Exponatensockel, Infowände und Videoinstallationen ermöglichen eine zeitgemäße Vermittlung der Geschichte, ohne die historische Bausubstanz zu beeinträchtigen. Eine zurückhaltende Lichtinszenierung lenkt den Blick auf Gewölbe und Exponate.

Der Registraturtrakt wird zu einem multifunktionalen Informations-, Ausstellungs- und Veranstaltungsbereich mit modernen Medien-, Akustik- und Haustechnikkonzepten entwickelt.

Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit
Alle Bereiche werden barrierefrei erschlossen. Robuste, langlebige und wiederverwertbare Materialien wie Naturstein, Kies, Holz und Stahl prägen das Konzept. Versickerungsfähige Oberflächen, Regenwassernutzung, Schwammstadtprinzip und gezielte Begrünung reduzieren Versiegelung und sommerliche Überhitzung.

So entsteht ein zusammenhängender, historisch sensibler und zugleich zukunftsorientierter Ort, der Geschichte erlebbar macht, Aufenthaltsqualität schafft und flexibel für Alltag, Kultur und Veranstaltungen genutzt werden kann.


Wettbewerbsbeitrag