Behutsame Weiterentwicklung des Bestands
Das Projekt Umbau und Zubau Feuerwehr Weiz verfolgt das Ziel, den bestehenden Gebäudekomplex im Dachgeschoß aus dem Jahr 2000 zeitgemäß weiterzuentwickeln und um einen zukünftigen Bereichsfeuerwehr-Bürobereich zu ergänzen. Im Mittelpunkt steht dabei ein behutsamer Umgang mit der bestehenden Architektur und insbesondere mit der vorhandenen Holzbauweise und Fassadenstruktur.
Der geplante Zubau wird auf der bestehenden Dachfläche situiert und fügt sich als klar ablesbare, zugleich zurückhaltende Erweiterung in den Bestand ein. Die vorhandene Fassadenstruktur wird aufgenommen und in ihrer Materialität und Gliederung weitergeführt, sodass Alt und Neu zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfinden.
Ein wesentlicher Bestandteil der Erweiterung ist die Neuordnung und Aufwertung des Dachgeschossbereichs. Neben den zusätzlichen Büroflächen entsteht im verbleibenden Bereich eine Dachterrasse, die einen qualitätsvollen Außenraum für Aufenthalt, Austausch und Erholung schafft. Die Anpassung und teilweise Vergrößerung der Fensteröffnungen reagiert auf die heutigen Anforderungen an Belichtung, Ausblick und Arbeitsqualität und stärkt gleichzeitig den Bezug zwischen Innen- und Außenraum.
Auch im Inneren wird der Bestand umfassend weiterentwickelt. Akustische Verbesserungsmaßnahmen schaffen bessere Voraussetzungen für konzentriertes Arbeiten und Besprechungen. Eine gemeinsam genutzte Küche bildet einen zentralen Ort für Kommunikation und Austausch. Ergänzend werden die bestehenden Sanitäranlagen erneuert und zusätzliche, funktional integrierte Lagerbereiche geschaffen.
Das Projekt versteht sich damit nicht als vollständiger Bruch mit dem Bestand, sondern als gezielte und nachhaltige Weiterentwicklung einer bestehenden Struktur. Durch die Kombination aus Erweiterung, funktionaler Neuordnung, verbesserter Aufenthaltsqualität und dem sorgfältigen Umgang mit der bestehenden Holzarchitektur entsteht ein zeitgemäßer Feuerwehrstandort, der den zukünftigen Anforderungen an Büro, Organisation und gemeinschaftliches Arbeiten gerecht wird.
In Bau (2026)
